EDV

Verbindungs-Protokolle

Da die Pakete über die WAN-Verbindung anders transportiert werden als im LAN, werden Verbindungsprotokolle benötigt, die den sicheren Transport auf der WAN-Verbindung übernehmen. Mindestens eines, meistens aber mehrere der folgenden Verbindungsprotokolle sind in Routem implementiert: PPP, HDLC, Frame Relay, ISDN, SMDS, X.25.

PPP kommt eine besondere Bedeutung zu, da über dieses standardisierte Protokoll (vorausgesetzt, es handelt sich um kompatible PPPVersionen) Router von verschiedenen Herstellern untereinander Verbindungen aufbauen können.


Management

Das Management erfolgt entweder über SNMP, das inzwischen alle Router der jüngsten Generation unterstützen, oder über die von den Herstellern implementierten eigenen Managementfunktionen. Für die Konfiguration eines Routers muss mit einem höheren Managernentaufwand gerechnet werden als für die Konfiguration der Plug-Play-Bridges. Dieser Umstand verursacht nicht nur Probleme, sondern auch Kosten. Man stelle sich ein Unternehmen mit 100 Aussenstellen vor, bei denen die Routersoftware upgedatet werden muss. Jeder Router müsste aufgesucht werden, da es vor Ort keinen Mitarbeiter gibt. der den Router updaten und konfigurieren kann. Daher sollten die Router vollständig von einer zentralen Stelle aus konfiguriert, upgedatet und gemanaged werden können.

Was den Softwareupdate von einer zentralen Stelle aus angeht, so reicht die Palette je nach Hersteller von "nicht möglich' bis 'problemlos'. Manche Hersteller erlauben zwar den Update über die WANLeitung, wenn aber eine Störung bzw. ein Fehler bei der Übertragung auftritt, geht nichts mehr, da die alte Softwareversion bereits aus dem Flash PROM entfernt wurde. Andere Hersteller begegnen diesem Problem, indem im Router soviel Speicher vorhanden ist, dass gleichzeitig zwei Softwareversionen gespeichert werden können. Wiederum andere bieten die Möglichkeit, alternativ mittels Modem auf den Router zuzugreifen.

Spezielle Features

Immer mehr Routerhersteller bieten die Funktion der Datenkompression an, um die meistens knappe Bandbreite kostengünstig zu erhöhen.

Da Kompressionsraten immer von der zu komprimierenden Datenstruktur abhängen, schwanken die Angaben je nach Hersteller sehr stark. Ein Kompressionsfaktor von 2:1 bis 4:1 kann als realistisch angesehen werden. Bietet ein Router das Feature Dial an (Jemand, ermöglicht dies den autoelatischen Aufbau einer Wählverbindung, wobei je nach Leitungstyp ein Modem oder ein ISDN-Terminaladapter einsetzbar ist. Bei manchen Routem ist ein ISDN-Terminaladapter bereits integriert. Diese Funktion wird vor allem als Backupfunktion eingesetzt für den Fall, dass die Standardleitung ausfallen sollte.