Treatment
/Anmerkung. Schnittangaben sind im Treatment natürlich nicht vollständig.
1. Szene
Stimme im OFF (Kameraschwenk über Wälder)/Schwenk über eine Stadt und Zoom auf verschiedene Bäume in den Straßen mit anschließenden ruhigen, faktischen Halbtotalen und halbnahen Einstellungen): "Wir sehen sie jeden Tag , aber niemand beachtete sie mehr. Sie sind älter als die Menschheit und viele von ihnen weerden älter als jeder von uns. Trotzdem müssen sie ein kümmerliches Dasein im Schatten der Städte fristen. Gelegentlich dienen sie noch als Fahrradständer, als Anschlagssäule für Plakate oder anderen Mitteilungen und Gesuche - oder als Freiluft-Pissoir für die Bewohner der Städten und ihren Hunden. Wer weiß, was was unseren Bäumen noch alles passieren wird, was sie moch alles ertragen still leidend müssen in dem erbarmungslosen Großstadtdschungel aus Stein, Beton und Asphalt und - und aus den Hunden."
2. Szene
Ein Wecker klingelt unverschämt aufdringlich und ziemlich erbarmungslos in einer typischen Berliner Altbauwohnung(hohe Decken, Stuck, Holz- oder Parkettfussboden und ein Hichbett), die auch entsprechend "alternativ" eingerichtet ist (Öko-Plit-Plakate an den Wänden und Türen, IKEA- und Sperrmüllmöbel) eingerichtet ist. Karl-Heinz G. steht aus seinem Bett auf und geht verschlafen zum Fenster (gähnt), um es zu öffnen und macht ein erstauntes Gesicht als er hinaussieht. Er traut seinen Augen nicht, denn was er erblickt ist unglaublich. Karl-Heinz G. schließt das Fenster und rennt aus der Wohnung in den Innenhof seines Mietshauses (Zeitraffer) und bleibt dann vor einer Stelle im Hof stehen, wo eigentlich ein stattlich Baum stehen müsste, wo abeer nur ein großes Loch ist. "Er ist weg!", schreit er halb hysterisch. Er rennt (Zeitraffer) sofort vom Hof wieder zurück in seine Wohnung und greift zum Telefonhörer. Er blättert hektisch (normale Bildgeschwindigkeit) in dem Telefonbuch herum bis er die Nummer eines berühmten Detektivbüros in der Stadt findet (im Hintergrund seine Frau). Karl-Heinz G. wählt die Nummer aus dem Telefonbuch.
3. Szene
Man sieht WATSON am Steuer eines Wagens CUT Der Wagen kommt vor dem Mietshaus von Karl-Heinz G. an, der sie schon auf der Straße erwartet. Sherlock WOOD und WATSON gehen zusammen mit Karl-Heinz G. in dessen Wohnung ÜBERBLENDUNG K.-H. G., seine Frau gehen zusammen mit S.W. und Watson in den Hof zu dem Loch im Boden CUT (Zeitraffer) Karl.Heinz G. schildert gestenreich seine unglaubliche Entdeckung von heute Morgen. Shylock WOOD untersucht daraufhin mit einer Lupe das Lochim Hinterhof.:"Wirklich sehr interessant! Wirklich sehr, sehr interessant!", "Außergewöhnlich. Ich würde sagen, außergewöhnlich. Sehr außergewöhnlich um nicht zu sagen sehr ungewöhnlich und erklärungsbedürftig.", fügte WATSON hinzu. Shylock WOOD möchte der Frau von Karl-Heinz G. einige Fragen stellen, aber er wartet vergebens auf eine Antwort, denn sie ist ja taubstumm. Daraufhin beginnt WATSON von den großartigen, genialen Fähigkeiten seines Chefs zu schwärmen. Unter anderem auch von der Fähigkeit, mit Taubstummen reden zu können. Shylock WOOD geht auf die Frau zu und starrt sie intensiv an.(Einblendung einer Schrifttafel wie in einem Stummfilm, auf der folgendes steht:Hast du heute Nacht etwas gesehen? - Ihre Antwort gleichfalls als Schrifttafel: Ja, ich habe etwas gesehen. Als ich heute Nacht wieder einmal unbefriedigt am Fenster stand und hinausblickte in die Dunkelheit...da sah ich wie der Baum verschwand. - Sherlock WOOD: Wer war es? (neue Schrifttafel) - Das konnte ich in der Dunkelheit nicht erkennen, aber ... aber es waren keine menschlichen Wesen !" - Shylock WOOD schreckt entsetzt zurück. "Wirklich unglaublich." - WATSON: "Hier sehen sie doch, was ich gefundeen habe," - Man findet eine Schleifspur sowie Erdreste auf der Straße. Shelrock WOOD greift zum Telefon in WATSONs Mantel (Split Screen): "Hallo, hier Sherlock WOOD! Ich brauche sofort eine Liste von aller Fälle von Baumentführungen, die nicht - ich wiederhole - die nicht von Menschen ausgeführt wurden. Die Sekretärin stutzt und blickt verwundert in den Hörere.
